Trauerrituale
Informationen und Wissenswertes
Trauerrituale können helfen, mit dem Schmerz besser fertig zu werden. Wir vergessen oder verdrängen nach der ersten Trauerzeit oft die heilsame Wirkung der Trauerrituale. Viele Menschen versuchen, ganz schnell zum Alltag zurückzukehren. Die Zeit heilt Wunden sagt man, doch die Wunden können nicht so richtig vernarben, wenn man die Zeit der Heilung nicht bewusst wahrnimmt. Es ist auf jeden Fall richtig, und da sollte man sich nicht irritieren lassen, mit Hilfe von guten Trauerritualen die Erinnerung an unsere geliebten Verstorbenen wach zu halten. Damit ist natürlich nicht gemeint, das Zimmer in eine Gedenkstätte umzugestalten oder nicht ins Lebens zurückzugehen. Das wäre dann übertrieben und entspricht auch nicht dem Sinn von Trauerritualen. Ein Ritual wird an bestimmte Zeremonien und Zeiten gebunden. Es geschieht nicht täglich, sondern zu einem festgelegten Termin. So, wie wir zum Beispiel den Geburtstag feiern, kann man auch einen Sterbetag bedenken. Trauerrituale helfen vor allem auch Kindern. Kinder können gar nicht verstehen, dass jemand auf einmal nicht mehr da sein soll. Wir können Ihnen mit guten kindgerechten Trauerritualen helfen, nicht zu vergessen.
In unserem Kulturkreis üblich:
Trauerritual: Kerzen anzünden im Sterbezimmer
Trauerritual: Das Zimmer außerdem noch mit Trauerblumen ausschmücken
Trauerritual: Kondolenzbesucher empfangen
Trauerritual: Eine bestimmte Zeit Trauerkleidung tragen
Trauerritual: Die Beisetzung
Trauerritual: Grabpflege nach dem Einrichten der Grabstätte
Trauerritual: Regelmäßige Friedhofsbesuche
Trauerritual: Feste Gedenktage zur Erinnerung an den/die Verstorbenen
Trauerritual: Eine Erinnerungsanzeige am Jahrestag in der Zeitung
Trauerritual: Ein stilles Gedenken an einem festen Termin
Ich will dir sagen, was dir hilft:
Weinen, weil du verlassen bist, denn du bist es.
Weil dir kalt ist. Es ist wirklich kalt.
Weil dir das Weh das Herz zusammenzieht,
mehr, als irgendeiner von uns ermisst.
Du brauchst nicht unter der EIsdecke zu leben.
Schreien. Auch wenn es jemand hört.
Ich verstehe es, wenn du zornig bist
über das Unrecht, das dich getroffen hat.
Wenn du wütend bist auch auf Gott,
der das zugelassen oder gar gewollt hat.
Auch Hiob klagte Gott mit harten Worten an.
Verstummen, wenn du das Gefühl hast,
der andere könne dich nicht verstehen.
Wenn du zu müde bist, zu reden,
oder wenn du dich, auf eine seltsame
und grausame Weise, schuldig fühlst.
Eines Tages wird es nicht mehr so wichtig sein,
zu weinen oder zu schreien. Aber jetzt ist es gut.
Und jetzt soll es dir niemand verwehren.
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